Brutto Netto Rechner 2025 & 2026: Ihr Gehaltsrechner für Deutschland
Was ist ein Brutto-Netto-Rechner und wozu dient er?
Ein Brutto-Netto-Rechner ist ein digitales Werkzeug, das den tatsächlichen Auszahlungsbetrag (Nettolohn) aus dem vertraglich vereinbarten Arbeitslohn (Bruttolohn) ermittelt. Er wendet die aktuellen steuerrechtlichen Formeln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) an, um Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialabgaben präzise zu berechnen.
Wann wird dieser Rechner benötigt?
Arbeitnehmer nutzen das Tool vor allem für drei Szenarien:
- Gehaltsverhandlungen: Um zu prüfen, wie viel von einer Brutto-Erhöhung tatsächlich ankommt.
- Finanzplanung: Zur exakten Berechnung des verfügbaren Haushaltsbudgets.
- Kontrolle: Zur Überprüfung der monatlichen Gehaltsabrechnung auf Fehler.
Der Unterschied zwischen Bruttolohn und Nettogehalt
Um das Ergebnis zu verstehen, müssen die beiden Hauptbegriffe klar getrennt werden:

Brutto ist das, was Sie verdienen. Netto ist das, was übrig bleibt.
Der Bruttolohn (Vertragswert):
Das Gesamtgehalt vor Abzug aller Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Er umfasst das Grundgehalt sowie mögliche Zuschläge (z. B. Urlaubsgeld, Tantiemen oder Schichtzulagen) oder geldwerte Vorteile wie einen Firmenwagen.
Das Nettogehalt (Auszahlungswert):
Der Betrag, der nach Abzug aller gesetzlichen Lasten tatsächlich auf Ihrem Bankkonto landet. Die Differenz zwischen Brutto und Netto wird vom Arbeitgeber direkt an das Finanzamt und die Krankenkassen abgeführt.
Wieso Brutto Netto Rechner? Warum die Berechnung notwendig ist
Eine manuelle Berechnung ("Bierdeckel-Rechnung") ist aufgrund der Komplexität des deutschen Steuerrechts kaum möglich. Es gibt keinen pauschalen Prozentsatz (z. B. "40% Abzug"), der für alle gilt.
Diese individuellen Faktoren verändern das Ergebnis massiv:
- Familienstand: Die Steuerklasse (z. B. I vs. III) hat den größten Einfluss.
- Bundesland: In Sachsen gelten andere Pflegeversicherungs-Sätze; die Kirchensteuer variiert zwischen 8 % und 9 %.
- Kinder: Freibeträge senken den Solidaritätszuschlag und die Pflegeversicherung.
Der Rechner automatisiert diese Variablen und liefert sekundenschnell ein verlässliches Ergebnis.
▶Inhaltsverzeichnis
Wie genau funktioniert der Brutto-Netto-Rechner?
Der Rechner greift auf die offiziellen Programmablaufpläne für den Lohnsteuerabzug zurück, die vom Gesetzgeber jährlich aktualisiert werden. Er simuliert exakt den mathematischen Rechenweg, den auch die professionelle Lohnbuchhaltungssoftware Ihres Arbeitgebers verwendet.

Ihre Lohnabrechnung verstehen: Oben steht das Brutto, unten das Netto.
Die Berechnungsformel: Vom Brutto zum Netto
Die mathematische Logik folgt einem strikten Kaskaden-Prinzip, bei dem Steuern und Sozialabgaben nacheinander ermittelt werden.
Die vereinfachte Formel lautet:
Netto = Brutto - (Lohnsteuer + Soli + Kirchensteuer) - (RV + KV + PV + AV)
- RV: Rentenversicherung
- KV: Krankenversicherung
- PV: Pflegeversicherung
- AV: Arbeitslosenversicherung
Welche Daten benötigt der Rechner für ein exaktes Ergebnis?
Für eine präzise Berechnung müssen spezifische Datenfelder korrekt ausgefüllt werden, da diese die Höhe der Abzüge steuern.
Erforderliche Eingaben sind:
- Bruttoeinkommen: Monatlich oder jährlich.
- Steuerklasse: I bis VI (maßgeblich für die Lohnsteuer).
- Geburtsjahr: Relevant für den Altersentlastungsbetrag.
- Kinderfreibeträge: Beeinflussen Soli und Pflegeversicherung.
- Krankenversicherung: Gesetzlich (inkl. Zusatzbeitrag) oder privat.
- Bundesland: Wichtig für Kirchensteuer und Pflegeversicherung (Sachsen).
- Kirchensteuer: Ja/Nein.
Welcher Brutto Netto Rechner stimmt? (Genauigkeit der Tools)
Seriöse Online-Rechner basieren auf den identischen Datensätzen des BMF und liefern daher eine Genauigkeit von über 99 %. Abweichungen im Cent-Bereich entstehen meist durch Rundungsdifferenzen oder spezifische Zusatzbeiträge der jeweiligen Krankenkasse, die vom gesetzlichen Durchschnitt abweichen. Tools von Finanzfluss, Sparkasse oder AOK nutzen in der Regel dieselbe zertifizierte Rechenbasis.
Brutto Netto Rechner 2025: Werte für den Rückblick und die Steuer
Das Jahr 2025 brachte signifikante Anpassungen bei den Freibeträgen und Beitragsbemessungsgrenzen, um die Inflation auszugleichen. Diese Werte sind die Basis für jede aktuelle Gehaltsabrechnung in diesem Jahr.
Der Grundfreibetrag 2025: Diese Grenzen galten
Der steuerliche Grundfreibetrag wurde für das Jahr 2025 angehoben, um kleine und mittlere Einkommen zu entlasten.
- Grundfreibetrag 2025: 12.096 Euro.
- Bis zu diesem Betrag bleibt das Einkommen eines Ledigen steuerfrei.
- Für Verheiratete verdoppelt sich dieser Betrag bei gemeinsamer Veranlagung.
Sozialversicherungsdaten 2025 im Überblick
Die Beitragsbemessungsgrenzen (BBG) legen fest, bis zu welchem Gehalt Sozialabgaben gezahlt werden müssen.
| Sozialversicherung | Beitragssatz (Gesamt) | BBG West (Monat) | BBG Ost (Monat) |
|---|---|---|---|
| Rentenversicherung | 18,6 % | 7.550 € | 7.450 € |
| Arbeitslosenvers. | 2,6 % | 7.550 € | 7.450 € |
| Krankenversicherung | 14,6 % + Zusatz | 5.175 € | 5.175 € |
| Pflegeversicherung | 3,4 % (Basis) | 5.175 € | 5.175 € |
Brutto Netto Rechner 2026: Das ändert sich ab Januar
Ab dem 1. Januar 2026 treten neue steuerliche Regelungen und angepasste Sozialversicherungswerte in Kraft. Diese Änderungen zielen darauf ab, die "Kalte Progression" weiter abzubauen und die Sozialsysteme zu stabilisieren.
Neuer Grundfreibetrag 2026: Mehr Netto vom Brutto?
Prognosen und Gesetzentwürfe deuten auf eine weitere Anhebung des Grundfreibetrags hin, um die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu sichern.
Der Grundfreibetrag wird voraussichtlich auf über 12.300 Euro steigen (vorbehaltlich finaler Gesetzgebung). Dies führt dazu, dass bei gleichbleibendem Bruttolohn das Nettogehalt leicht steigt, da erst ab einer höheren Summe Lohnsteuer fällig wird.
Die neuen Beitragsbemessungsgrenzen 2026 (KV, RV, AV)
Die Beitragsbemessungsgrenzen werden 2026 turnusgemäß an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst und steigen voraussichtlich an.
Ein Anstieg der BBG bedeutet für Gutverdiener, dass auf einen größeren Teil ihres Gehalts Sozialabgaben gezahlt werden müssen. Dies kann den steuerlichen Entlastungseffekt des höheren Grundfreibetrags teilweise aufzehren.
Ausgleich der Kalten Progression 2026
Der Steuertarif wird 2026 erneut "nach rechts verschoben", um zu verhindern, dass Lohnerhöhungen durch die Inflation aufgefressen werden.
Ohne diesen Ausgleich würden Arbeitnehmer bei einer Gehaltserhöhung, die nur die Inflation deckt, prozentual mehr Steuern zahlen. Die Eckwerte des Steuertarifs steigen, sodass höhere Steuersätze erst bei höheren Einkommen greifen.
Detaillierte Abzüge: Was vom Gehalt übrig bleibt
Vom Bruttolohn werden zwei Hauptkategorien abgezogen: Steuern (Staat) und Sozialabgaben (Versicherungen). Das Verständnis dieser Positionen hilft, die Lohnabrechnung zu prüfen.

Beispielhafte Verteilung: Wohin Ihr Bruttolohn fließt.
Lohnsteuer berechnen: Ihr Anteil am Staatshaushalt
Die Lohnsteuer ist keine eigenständige Steuer, sondern eine Vorauszahlung auf die jährliche Einkommensteuer. Ihre Höhe hängt progressiv vom Einkommen ab: Je mehr Sie verdienen, desto höher ist der Steuersatz. Der Eingangssteuersatz liegt bei 14 %, der Spitzensteuersatz bei 42 % (ab ca. 68.000 € zu versteuerndem Einkommen).
Der Solidaritätszuschlag: Wer ihn noch zahlen muss
Der Solidaritätszuschlag ("Soli") wurde für ca. 90 % der Lohnsteuerzahler bereits 2021 abgeschafft.
Er wird nur noch von Top-Verdienern erhoben. Die Freigrenze liegt 2025 bei einer jährlichen Lohnsteuer von ca. 18.130 Euro (Einzelveranlagung). Wer darunter liegt, zahlt 0 € Soli.
Kirchensteuer Rechner: Abzüge in Bayern, NRW und anderen Bundesländern
Mitglieder einer anerkannten Religionsgemeinschaft zahlen Kirchensteuer, die als Zuschlag zur Lohnsteuer berechnet wird.
- Bayern & Baden-Württemberg: 8 % der Lohnsteuer.
- Restliche Bundesländer (z. B. NRW, Hessen, Berlin): 9 % der Lohnsteuer.
Die Kirchensteuer ist als Sonderausgabe steuerlich absetzbar.
Sozialabgaben im Detail (Sozialversicherung)
Sozialabgaben werden in der Regel je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Sie fließen direkt in die Versicherungssysteme.
Rentenversicherung: Aktueller Beitragssatz
Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung beträgt aktuell 18,6 % des Bruttolohns.
Davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils 9,3 %. Dieser Beitrag dient dem Aufbau der eigenen Rentenansprüche (Rentenpunkte).
Arbeitslosenversicherung: Absicherung für den Jobverlust
Die Arbeitslosenversicherung liegt bei 2,6 % des Bruttolohns.
Arbeitnehmer zahlen hiervon 1,3 %. Diese Versicherung finanziert das Arbeitslosengeld I und Kurzarbeitergeld.
Krankenversicherung und Zusatzbeitrag: Gesetzlich vs. Privat
Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegt fest bei 14,6 %.
Hinzu kommt ein individueller Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse selbst festlegt (Durchschnitt 2025: ca. 2,5 %). Beide Anteile werden paritätisch geteilt. Privatversicherte zahlen einkommensunabhängige Prämien.
Pflegeversicherung: Zuschläge für Kinderlose und Entlastung für Eltern
Der Beitrag zur Pflegeversicherung ist abhängig von der Anzahl der Kinder, um Familien zu entlasten.
- Basisbeitrag: 3,4 %.
- Zuschlag für Kinderlose (ab 23 J.): +0,6 % (Arbeitnehmer trägt dies allein).
- Entlastung: Ab dem 2. Kind bis zum 5. Kind sinkt der Beitragssatz des Arbeitnehmers.
Einflussfaktoren auf Ihr Nettogehalt
Neben den gesetzlichen Prozentsätzen bestimmen persönliche Merkmale maßgeblich, wie viel Netto vom Brutto bleibt. Diese Parameter können oft optimiert werden.
Steuerklassen (I bis VI): Welche Klasse bringt am meisten Netto?
Die Steuerklasse bestimmt den monatlichen Lohnsteuerabzug, ändert aber nichts an der jährlichen Gesamtsteuerschuld.

Auf einen Blick: Welche Steuerklasse passt zu Ihrer Lebenssituation?
- Klasse I: Ledige, Geschiedene.
- Klasse III/V: Verheiratete (Kombination für unterschiedliche Einkommen). Klasse III hat geringe Abzüge, Klasse V sehr hohe.
- Klasse IV/IV: Verheiratete (Standard, wenn beide ähnlich verdienen).
- Klasse VI: Für den zweiten Job (höchste Abzüge).
Brutto Netto Rechner mit Firmenwagen (1%-Regelung)
Ein Firmenwagen, der privat genutzt werden darf, erhöht das steuerpflichtige Brutto, aber nicht den Auszahlungsbetrag (geldwerter Vorteil).
Bei der pauschalen 1%-Regelung werden monatlich 1 % des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs zum Gehalt hinzugerechnet und versteuert. Dies senkt das ausgezahlte Nettogehalt, da mehr Steuern abgeführt werden müssen.
Tipp: Nutzen Sie unseren spezialisierten Firmenwagen Rechner, um die steuerlichen Auswirkungen Ihres Dienstwagens exakt zu simulieren.
Geldwerter Vorteil: Wie Sachbezüge das Netto beeinflussen
Sachbezüge wie Jobtickets, vergünstigtes Essen oder Fitnessstudio-Mitgliedschaften sind bis zu einer Freigrenze von 50 Euro monatlich steuerfrei.
Übersteigt der Wert diese Grenze, wird der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Dies muss im Rechner als "geldwerter Vorteil" erfasst werden.
Brutto Netto Rechner für spezielle Gruppen
Nicht für alle Arbeitnehmer gelten die Standardregeln. Bestimmte Gruppen profitieren von Sonderregelungen bei den Sozialabgaben ("Werkstudentenprivileg" oder "Gleitzone").
Werkstudenten Brutto Netto Rechner: Regeln für Studenten
Werkstudenten, die maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten, sind von der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit.
Sie zahlen lediglich Rentenversicherungsbeiträge (9,3 %) und Lohnsteuer (sofern über dem Grundfreibetrag). Dadurch bleibt ihnen deutlich mehr Netto vom Brutto als regulären Angestellten.
Midijob und Minijob Rechner: Abgaben im Übergangsbereich
Minijobs (bis 558 € im Jahr 2025) sind für den Arbeitnehmer abgabenfrei (außer Pauschale zur RV, von der man sich befreien lassen kann).
Im Midijob-Bereich (Übergangsbereich bis 2.000 €) steigen die Sozialabgaben für den Arbeitnehmer gleitend an, während die Rentenansprüche voll erworben werden.
Brutto Netto Rechner Öffentlicher Dienst (TVöD) und Beamte
Angestellte im öffentlichen Dienst (TVöD) werden wie normale Arbeitnehmer besteuert, erhalten aber oft eine Zusatzversorgung (VBL), die das Netto mindert.
Beamte zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge (keine RV, AV, gesetzliche KV). Sie müssen sich jedoch privat krankenversichern. Ihr "Netto" im Rechner ist daher höher, aber die PKV-Kosten gehen davon noch ab.
Rente und Betriebsrente: Was bleibt im Alter?
Auch Rentner müssen Steuern zahlen, wenn ihre Rente den Grundfreibetrag übersteigt.
Der steuerpflichtige Anteil der Rente hängt vom Jahr des Renteneintritts ab (Kohortenprinzip). Zudem fallen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner (KVdR) an.
Rechenbeispiele: Wie viel Netto bleibt bei 3000, 4000 oder 5000 Euro?
Die folgenden Tabellen zeigen beispielhafte Berechnungen für das Jahr 2025. Annahmen: Steuerklasse I (Ledig), keine Kinder, gesetzlich versichert (Zusatzbeitrag 2,5 %), Bundesland NRW.
Tabelle: 3000 Euro Brutto in Netto (Steuerklasse 1 vs. 3)
Ein Vergleich zeigt den massiven Einfluss der Steuerklasse auf das monatliche Netto.
| Position | Steuerklasse I (Ledig) | Steuerklasse III (Verheiratet, Alleinverdiener) |
|---|---|---|
| Bruttolohn | 3.000,00 € | 3.000,00 € |
| Lohnsteuer | - 356,00 € | - 28,00 € |
| Soli | - 0,00 € | - 0,00 € |
| Rentenvers. | - 279,00 € | - 279,00 € |
| Arbeitslosenv. | - 39,00 € | - 39,00 € |
| Krankenvers. | - 256,50 € | - 256,50 € |
| Pflegevers. | - 69,00 € | - 69,00 € |
| Nettogehalt | ca. 2.000,50 € | ca. 2.328,50 € |
Hinweis: Alle Werte sind gerundet und dienen der Orientierung.
Tabelle: 4000 und 5000 Euro Brutto im Vergleich
Hier sehen Sie, wie stark die Steuerprogression bei steigendem Gehalt wirkt (Steuerklasse I).
| Brutto | 4.000 € | 5.000 € |
|---|---|---|
| Lohnsteuer | ca. 630 € | ca. 960 € |
| Sozialabgaben | ca. 858 € | ca. 1.072 € |
| Nettogehalt | ca. 2.512 € | ca. 2.968 € |
| Abgabenquote | ~ 37 % | ~ 40 % |
Arbeitgeber Brutto Netto Rechner: Was kostet ein Arbeitnehmer wirklich?
Das Bruttogehalt ist nicht gleichbedeutend mit den Gesamtkosten für den Arbeitgeber (Arbeitgeberbrutto).
Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich ca. 21 % Sozialabgaben oben drauf. Ein Arbeitnehmer mit 4.000 € Brutto kostet das Unternehmen somit real ca. 4.840 €.
Häufige Fragen (FAQ) – Antworten aus der Praxis
Wie viel Prozent gehen vom Brutto für Netto weg?
Pauschal lässt sich sagen, dass bei unverheirateten Arbeitnehmern ohne Kinder etwa 35 % bis 42 % des Bruttolohns für Abgaben abgezogen werden. In Steuerklasse III (Verheiratete) ist der Prozentsatz oft geringer (ca. 25-30 %), da weniger Lohnsteuer vorausgezahlt wird.
Wie zuverlässig sind Brutto Netto Rechner Ergebnisse?
Ergebnisse von zertifizierten Rechnern sind extrem zuverlässig, da sie gesetzliche Formeln nutzen. Abweichungen entstehen meist nur durch falsche Eingaben des Nutzers, etwa bei der Höhe des Zusatzbeitrags der Krankenkasse oder fehlenden Angaben zum Kinderfreibetrag.
Was ist der Unterschied zwischen Netto-Lohn und Auszahlungsbetrag?
In den meisten Fällen sind Netto-Lohn und Auszahlungsbetrag identisch. Unterschiede entstehen, wenn Netto-Be- oder Abzüge hinzukommen, wie zum Beispiel vermögenswirksame Leistungen (VL), Pfändungen oder Vorschüsse, die erst nach der Steuerberechnung vom Netto abgezogen oder addiert werden.
Wie berechne ich eine Abfindung netto?
Abfindungen werden nach der sogenannten Fünftelregelung besteuert, um die Steuerlast durch die Einmalzahlung zu mildern. Ein normaler Brutto-Netto-Rechner kann dies nicht exakt abbilden; hierfür ist ein spezieller "Abfindungsrechner" notwendig, der die Fünftelregelung berücksichtigt.
Gibt es einen Unterschied beim Brutto Netto Rechner Österreich oder Schweiz?
Ja, die Steuersysteme unterscheiden sich grundlegend. Ein deutscher Rechner ist für Österreich oder die Schweiz nicht nutzbar, da dort völlig andere Steuersätze, Sozialabgaben und Berechnungsgrundlagen gelten (z. B. Quellensteuer in der Schweiz, 13./14. Gehalt in Österreich).
Grenzen der Berechnung und Haftungsausschluss
Dieser Artikel und die genannten Werte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine steuerliche Beratung dar. Die Steuergesetzgebung unterliegt ständigen Änderungen. Für verbindliche Auskünfte zu Ihrer individuellen Steuersituation konsultieren Sie bitte einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein. Alle Berechnungen sind ohne Gewähr.